Eingeladener Vortrag 6:
Wissensdiagnostik: Unsichtbares sichtbar machen

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Termin und Zeit: Fi 16.3.2001, 9.00-10.00 Uhr
   
 
Abstract:

Die Wettbewerbsfähigkeit des Industriezeitalters war abhängig von der Produktivi-tätssteigerung durch Arbeitsteilung, der kostengünstigen Erstellung von Produkten, der optimalen Kombination von materiellen Produktionsfaktoren (Kapital, Maschi-nen, Rohstoffen, Werkstoffe) und billiger Arbeitskraft. Die Wissensunternehmen des Informationszeitalters lassen völlig andere Prinzipien der Wertschöpfung erkennen. Es ist nicht mehr das sachliche Anlagevermögen, sondern die sogenannten. unsicht-baren Aktiva , die "intangible Assets", die Kernkompetenzen und die Wissensportfo-lios, 
die den Erfolg bestimmen. Es handelt sich dabei um Ressourcen, die unsichtbar und nur schwer zu fassen sind. Wie lassen sich diese unsichtbaren Erfolgsfaktoren sicht-bar machen und managen? Um diesen Faktoren auf die Spur zu kommen, wurden theoretische Grundlagen des Wissensmanagements und praktische Erfahrungen aus Projekten in ein exploratives Diagnoseinstrument eingearbeitet. Dabei wird deutlich, dass erfolgsversprechende Lösungsansätze eines Wissensmanagements drei wesentli-che Gestaltungsdimensionen berücksichtigen müssen: (1) Zielsetzungen und Struktu-ren (strukturelle Aspekte), insbesondere Fragen der Organisation von Geschäftspro-zessen und der damit einhergehenden Arbeitsorganisation (2) Beziehungs- und Kommunikationsaspekte sowie das Vertrauensklima und (3) die technologische Inf-rastruktur und unterstützende Instrumente. Es wird aufgezeigt, dass praktische An-sätze eines Wissensmanagements in Organisationen in einem Koordinatensystem zwischen wissensspezifischen Problem- und Handlungsfeldern und den drei Gestal-tungsdimensionen (verkürzt: Struktur, Mensch, Technik) verortet werden können. 

 
 
Prof. Dr. Peter Pawlowsky
Lehrstuhl: BWL VI - Personal und Führung
Forschungsstelle Sozialökonomik der Arbeit
Technische Universität Chemnitz