Eingeladener Vortrag 4:
Wissensmanagement lernen

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Termin und Zeit: Do 15.3.2001, 14.00-15.00 h
   
 
Abstract:

Das Münchner Modell des Wissensmanagements geht davon aus, dass der Mensch, Organisation und Technik die zentralen Komponenten des Wissensmanagements darstellen und Wissensmanagement als Regelkreis funktioniert. Die Vielzahl von Prozessen werden zu 4 Prozesskategorien gebündelt: Wissensrepräsentation, Wissenskommunikation, Wissensnutzung, Wissensgenerierung. Die Beschäftigung mit Wissensmanagement ist für Organisationen kein Selbstzweck, sondern mit verschiedenen Zielen und Bewertungen verbunden. Wissensmanagement ist mehr als der Einsatz von technischen Instrumenten und anderen Verfahren. Wissensmanagement verkörpert vielmehr eine neue Sicht auf Management-, Arbeits- und Organisationsprozesse und impliziert gleichzeitig eine veränderte Haltung gegenüber der Organisation und ihren Mitgliedern.
Auf Grundlage des Münchner Modells wurde in einem Kooperationsprojekt "SQT - Siemens Qualifizierung und Training) und der LMU das netzbasierte Weiterbildungsangebot "Knowledge Master" entwickelt.
Mensch, Organisation und Technik als die drei Komponenten des Wissensmanagements bilden auch das inhaltliche Raster des Weiterbildungsangebots, das sich vorrangig auf die Disziplinen Betriebswirtschaft, Informatik und Psychologie stützt. Zentrales Kriterium für die Aufnahme einzelner (fachspezifischer und disziplinübergreifender) Inhalte in das Weiterbildungsangebot ist deren Relevanz für die kompetente Lösung praktischer Probleme. Aufgebaut ist das netzbasierte Weiterbildungsangebot zum Wissensmanagement in Form von Modulen, wobei jedes Modul eine in sich geschlossene Lerneinheit bildet. Bei der Modulgestaltung werden wiederum problemorientierte Gestaltungsprinzipien angewandt und darüber hinaus die neuen Informations- und Kommunikationtechnologien insbesondere zur Förderung netzbasierter Teamarbeit angewandt. Ein Modul beinhaltet jeweils mehrere "Elemente", die ein aktiv-konstruktives Lernen sowie echtes Verstehen und eine tatsächliche Anwendung neuer Inhalte gewährleisten sollen, nämlich ein Impuls-Element, ein Selbstlern-Element, ein Kooperations-Element und ein Transfer-Element.
Darüber hinaus wurde für die Absolventen des Knowledge Master-Kurses eine eigene virtuelle Plattform LeCo zur Verfügung gestellt. Sie bietet den Teilnehmern über den Kurs hinaus die Möglichkeit zum Wissensaustausch, zur Bildung von Expertennetzwerken und zur Generierung neuen Wissens.
LeCo lebt vom eigenverantwortlichen Engagement der Teilnehmer/Innen die ihre Learning Community selbst aufbauen und sie ständig nach ihren Bedürfnissen optimieren. Ein von den Teilnehmern verabschiedetes Manifest der Wissensgemeinschaft im Netz bildet die Grundlage für die Arbeit im Rahmen der Learning Community.
Als technische Plattform dient Workspace CLAUDIA (Common Learning environment And User spezific Desktop Integrating Architecture).


Prof. Dr. Heinz Mandl
Institut für Pädagogische Psychologie und Empirische Pädagogik
Universität München, Leopoldstr. 13, 80802 München
Tel. 089/2180-5146, Fax 089/2180-5002
mandl@edupsy.uni-muenchen.de
http://lsmandl.emp.paed.uni-muenchen.de